CoronaWarnApp vs. StopCovid: Einige wichtige Informationen, Technische Daten und Downloadzahlen

CoronaWarnApp vs. StopCovid: Einige wichtige Informationen, Technische Daten und Downloadzahlen

Innerhalb der ersten 24 Stunden über 6,5 Millionen Downloads. Seit dem 16.06.2020 steht die CoronaWarnApp zum Download für jeden in Deutschland kostenlos bereit und erfasst mittlerweile insgesamt über 14,4 Millionen Nutzer (Quelle: Robert-Koch-Institut). Die gemeinsam von der Deutschen Telekom und der SAP AG entwickelte App soll das Nachverfolgen von Corona-Infektionen via Bluetooth erleichtern. Ziel ist es, Begegnungen mit Infizierten effizienter tracken zu können, um so Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung des Erregers einzudämmen. Die App erfasst via Bluetooth Begegnungen mit anderen Smartphones im öffentlichen Raum, indem sie zufällig erzeugte Krypto-Schlüssel austauscht. Die Signalstärke gibt Auskunft über die Entfernung der Personen voneinander. Es werden pro Smartphone innerhalb von vier Sekunden 16 dieser Schlüssel ausgesandt, allerdings nicht durchgängig, sondern alle zweieinhalb bis fünf Minuten. Wenn ein App-Nutzer positiv auf Covid-19 getestet wurde, kann er das auf freiwilliger Basis in die App eingeben. Daraufhin erhalten alle Nutzer, die sich in der Nähe des Betroffenen aufgehalten haben, eine Benachrichtigung über das mögliche Risiko. Bevor das Testergebnis aber mit anderen App-Nutzern geteilt wird, muss die infizierte Person sich damit einverstanden erklären. Im Zusammenhang mit der Bekämpfung des Coronavirus ist es wichtig zu wissen, dass die App umso besser funktioniert, je mehr Menschen sie nutzen.

Grafik zur Entwicklung der Downloadzahlen der CoronaWarnApp in Deutsschland, Stand: 30.06.2020 (Quelle: Statista/ Spiegel)

Um eine möglichst breite Masse der Bevölkerung zu erreichen wird daher in den öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD oder ZDF oder sogar im Podcast von Angela Merkel für die App geworben. Doch eine große Angst der Bevölkerung bleibt: Die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes.

Etwa 46% der Deutschen geben laut einem ZDF-Politbarometer an, sich nicht die App herunterzuladen aus Sorge vor unzureichendem Datenschutz, der Verletzung von Persönlichkeitsrechten oder der Furcht vor Überwachung. Im Vergleich mit ähnlichen Apps in anderen Ländern wird jedoch klar, dass die App keine GPS Bewegungsprofile, wie etwa in China oder Korea erstellt. Obgleich die Corona-Warn-App zurzeit nur innerhalb Deutschlands funktionsfähig ist, wird davon ausgegangen, dass sie bis zum Beginn der Hauptreisezeit, auch in den europäischen Nachbarländern, mit Ausnahme von Frankreich, einsetzbar sein wird.

Frankreich hat als Pendant zu der deutschen Version seine App StopCovid bereits am 02.06.2020 veröffentlicht. Laut dem französischen Staatssekretariat für Digitales gab es innerhalb der ersten vier Tagen lediglich eine Millionen Downloads. Auch jetzt einen Monat später stagniert die Zahl der Benutzer bei ca. 2% der Franzosen. Nach einer Studie der Oxford University müssten sich aber mindestens 56% der französischen Bevölkerung die App auf ihr Smartphone laden, um die Epidemie effektiv eindämmen zu können. Trotz der Zustimmung der französischen Aufsichtsbehörde für Datenschutz „Commission nationale de l’informatique et des libertés“ (CNIL) bleiben die Franzosen skeptisch bezogen auf den Datenschutz und ihre Freiheitsrechte.

Beide Apps haben einiges gemeinsam zum Beispiel in Bezug auf den Aufbau und die Verarbeitung der gesammelten Daten. Vor allem basieren beide Apps aber auf der freiwilligen Benutzung und Bekanntmachung einer Infektion. Hier haben Sie also selbst die Wahl und bestimmen über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten.

Für den Fall, dass Sie Inhaber eines Unternehmens oder einer Vereinigung sind stellt sich dann die Frage: Ist ihr Unternehmen auch so vorbildlich in Bezug auf Datenschutz und Datenverarbeitung auf freiwilliger Basis?

Seit dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind Aspekte wie der Datenschutz Ihrer Kunden und Mitarbeiter wichtiger denn je! Unser Unternehmen bietet Ihnen berufliche Weiterbildungen zu den Themen Datenschutz und Sicherheit im Internet auf Französisch und Deutsch an und kann als externer Datenschutzbeauftragter ihres Unternehmens fungieren. Sie sind interessiert oder haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Zusammenarbeit zum Schutz Ihrer Daten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.